Marathon – Den Schweinehund wegplanen

Da bekommt man morgens eine Nachricht vom Trainer (Hi, ich bin schon auf deine Werte heute Abend gespannt) und zack! hat man schlechte Laune. Achja, heute standen ja Intervalle auf dem Programm. 4x800m – yeah! Bin ich überhaupt in der Lage 800m zu laufen? Also schnell? Die letzten Monate hatte ich immer nur 400m-Intervalle gemacht; ich kann 800m überhaupt nicht einschätzen, wie schnell ich die angehen muss.

Den ganzen Tag dackelte mir Schweine-Burglind hinterher und kläffte: „Du hast gar keine Lust auf die Intervalle, du schaffst das eh nicht. Du verreckst unterwegs.“ Herzlichen Dank, meine Motivation sank Stunde um Stunde und ich hatte fast Angst vor der Belastung. Außerdem hatte ich Hunger, nein, Schmacht! Ich sollte einfach besser planen, insbesondere meine Nahrungsaufnahme. Ich bin ja total bescheuert und das ist mir erst heute aufgefallen.

Um 13.00 Uhr habe ich Mittagspause und dann esse ich entsprechend. Abends vorm Training gibt’s schnell einen Müsliriegel und dann bin ich fit. Nur mittwochs nicht. Da muss ich erst um 13.20 Uhr zum ersten Patienten (Hausbesuch). Ich esse gegen 12 Uhr, damit ich danach in Ruhe spülen und noch mal die Beine hochlegen kann. Merkt ihr was? Genau. Ich esse eine Stunde vor meiner gewohnten Zeit. Dass ich dann abends HUNGER habe ist ja wohl kein Wunder. (Und dieser eklatante Fehler ist mir gerade erst aufgefallen. Nach 5? 6? Jahren!!! Himmel, bin ich blöd. In Zukunft werde ich mittwochs um 13.00 Uhr essen und abends spülen.)

Generell überwinde ich Burglind am besten mit Planung. Aktuell verhält sie sich recht ruhig; nach der ersten Trainingswoche bin ich noch voll motiviert. Ich habe auch gar keine Zeit mich um Burglind zu kümmern: 19 Uhr Feierabend, 19.30 Uhr Lauftreff. Da fehlt mir die Zeit mir Gedanken um meine Motivation zu machen. Ich ziehe mich auf der Arbeit direkt um und laufe zum Treffpunkt hin.

Am Wochenende sieht das anders aus. Samstag zum Beispiel. Morgens früh aufgestanden und zum Pferd, reiten, Stall ausmisten, zurück nach Hause. Hunger! Aber nach dem Essen direkt laufen? Das funktionierte nicht, da lag ich mit Burglind im Schnitzelkoma, oder eher im  Tortellinikoma auf dem Sofa. Es war ganz schön schwierig Burglind wegzuschubsen und loszulaufen. Aber ich habe gesiegt!

 

Äh, Moment… Ich schweife vom Thema ab. Wollte ich nicht noch irgendwas von den Intervallen erzählen? Ist auch egal. Bin mit HUNGER gelaufen, ging auch. War aber nicht schön. Aber das sind Intervalle sowieso selten.

 

Samstag, 06.01

Soll: 15km, Puls <153

Haben: 15km, Pace 6:34, Puls: 148

 

Montag, 08.01.

Soll: 12km, Puls <153

Haben: 12km, Pace 6:46, Puls 139

 

Mittwoch, 10.01.18

Soll: 15min einlaufen, 4x800m mit 400m Pause, 15min Pause

Haben: wie oben, 800m ca. im 4:30er Pace

9 Kommentare zu „Marathon – Den Schweinehund wegplanen

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