Urlaubsreif II

Da schreibt man und schreibt man und verliert total den Faden. Eigentlich wollte ich in meinem letzten Beitrag was ganz anderes erzählen.

Ich war urlaubsreif, mein Knuffelcontact auch. Ich will nicht sagen, dass das unserer Beziehung geschadet hat, aber gut getan hat es ihr auch nicht. Im Gegensatz zu meinem Knuffelcontact brauche ich den Sport abends, damit ich „funktioniere“. Je anstrengender der Arbeitstag war, desto wichtiger ist die Struktur, die mir Lauftreff und Pferd geben. Wenn ich diesen Verpflichtungen nicht nachkomme, werde ich lethargisch: Ich lande auf dem Sofa, schaue Netflix o.ä. und schließlich schlafe ich dort ein. Das führt dann dazu, dass ich nachts nicht mehr schlafen kann. Wenn ich hingegen beim Sport war, bin ich deutlich später zu Hause, später auf dem Sofa. Bevor ich dort einschlafen kann, ist sowieso Schlafenszeit und ich gehe zu Bett.

Der Knuffelcontact ist mir da ähnlich, aber ganz anders. Er schafft es nicht sich nach der Arbeit zum Sport aufzuraffen. Er fühlt sich nach der Sprechstunde abgeschlagen und ausgelaugt. Er will dann nur noch auf das Sofa, wo er schließlich einschläft, was zur Folge hat, dass er nachts nicht gut schläft. Ich hatte immer und immer wieder versucht ihn zu motivieren, aber es war mir nicht gelungen. Also fuhr er abends zu sich nach Hause und ich zum Lauftreff oder Pferd. Während der Woche sahen wir uns gar nicht mehr.

Ich war unzufrieden mit der Situation. Ich fühlte mich innerlich unruhig und gereizt. Auch mein Knuffelcontact wirkte nicht wirklich ausgeglichen. Er sagte selbst, dass ihm der Sport fehlt, dass er sich aber nicht aufraffen könne. Er war oft in sich gekehrt, abgelenkt und unkonzentriert.

Die Wochenenden boten eher wenig Ablenkung: Er schlief lange, während mich die Glockenschläge der benachbarten Kirche immer früh aus dem Schlaf rissen. Irgendwann wurde er dann wach und wir frühstückten, um dann zu einer Radtour aufzubrechen. Abends waren wir oft zu k.o. um was zu unternehmen. Oft schliefen wir einfach vor dem Fernseher ein. Diese Lethargie nervte mich an. Aber ändern konnte ich daran nichts.

Ich sehnte einfach den Urlaub herbei.

3 Kommentare zu „Urlaubsreif II

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