Urlaub

Aktuell fehlen mir die Ruhe und die Muße um regelmäßig zu schreiben. Entweder habe ich meinen Freund/den Orthopäden hier, bin laufen, arbeiten oder beim Pferd. Gott sei Dank ist all das trotz Corona noch möglich, auch wenn alle anderen Kontakte deutlich eingeschränkt sind.

 Vor kurzem – also vor der zweiten Welle und vor dem erneuten Lockdown – waren wir im Urlaub. Die Planung erwies sich zunächst als schwierig. Wohin fährt man in den Herbst, wenn man Deutschland nicht verlassen will, vieles nicht möglich ist und man halbwegs unabhängig vom Wetter sein will?! Richtig, ins Wellnesshotel. Naja, um fair zu bleiben, muss ich sagen, dass ich das eher halbherzig vorgeschlagen hatte. Ich weiß, dass er sich schlecht entspannen kann. Ich kann ihn mir kaum im Spa-Bereich vorstellen. Wirklich begeistert wirkte er nicht, aber er wollte es sich durch den Kopf gehen lassen. Ich hatte zwischenzeitlich ein paar Hotels und Orte herausgesucht, die touristisch interessant waren, wo es aber auch einen guten Wellnessbereich gab, für den Fall, dass das Wetter schlecht sein sollte.

Letztendlich hatte er sich das ganze gut überlegt und schlug selbst ein Mega-Hotel mit riesigem Sauna- und Ruhebereich und diversen anderen Leistungen vor. Oder vielmehr hatte das seine Schwester vorgeschlagen, die zufällig zeitgleich mit uns Urlaub hatte. Gemeinsam mit ihrem Mann wollte sie sich in jenem Hotel entspannen.

Da seine Schwester ziemlich weit entfernt wohnt, hatte ich sie bisher noch nicht kennengelernt. Etwas Bauchweh hatte ich schon bei dem Gedanken daran, eine ganze Woche Urlaub mit ihr zu verbringen. Was war, wenn ich mich nicht mit ihr und ihrem Mann verstehen würde? Doch was sollte schon passieren? Wenn mich alle nervten, würde ich meine Laufschuhe anziehen und mich für 2-3 Stunden verabschieden.

Gottseidank waren meine Sorgen unbegründet. Tatsächlich haben wir uns sehr gut verstanden. So wie ich ist sie ebenfalls eine Reiterin, wir haben sogar einige gemeinsame Bekannte.

Das Wetter war übrigens herrlich. Theoretisch hätten wir wandern gehen können, Sightseeing oder was auch immer. Stattdessen haben wir den liebenlangen Tag fast gar nichts gemacht, außer gelesen, gegessen, geschlafen und in der Sauna geschwitzt. Tagsüber haben wir seine Schwester und Mann fast gar nicht gesehen, erst zu den Mahlzeiten und später in der Cocktailbar. An einem Abend haben wir „Wer bin ich?“ gespielt. Ihr wisst schon, das Spiel, wo man einen Zettel an die Stirn geklebt bekommt, auf dem der Name einer fiktiven/berühmten/o.ä. Person steht und man herausfinden muss, wer diese Person ist. Es war zu lustig. Mein Orthopäde durfte die Person immer für mich bestimmen. Beim ersten Durchgang war ich Pretty Woman – oooh, wie romantisch. Beim zweiten Mal hatten wir vorher festgelegt, dass wir nur Zeichentrickfiguren nehmen. Noch bevor er den Zettel beschriftet hatte, wusste ich, dass ich Speedy Gonzales sein würde. Warum? Es war so ein Bauchgefühl. Vielleicht, weil er mich manchmal beim Sport so nennt. Tatsächlich hatte ich das Rätsel mit zwei Fragen gelöst: „Bin ich eine Maus? Bin ich Speedy Gonzales?“ Die Gesichter der anderen hättet ihr sehen müssen, absolute Fassungslosigkeit 😀

Ich war ein sehr schöner und entspannter Urlaub. Ich denke allerdings, dass der nächste Urlaub definitiv aktiver sein wird. Hoffen wir, dass das nicht mehr allzu lang  hin ist.

15 Kommentare zu „Urlaub

      1. Wahrscheinlich hat er künstliche Mistelzweige organisiert, von wegen „ganzjährig“ 🙂
        Knie? Weiß nicht genau, aber Somi hilft ihm da wieder auf. Wie soll sie den Haushalt machen,w enn der im Weg kniet? 🙂

        Gefällt 2 Personen

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