Endlich zu Hause

Seit gestern Nachmittag bin ich wieder zu Hause. 10.20 Uhr ging der Flieger, daher sollte unser Shuttle uns um 7 Uhr am Hotel abholen. Wir saßen pünktlich in der Lobby, doch um 5 nach 7 war unser Shuttle immer noch nicht da. Ich habe es auf die südländische Unpünktlichkeit geschoben, doch unsere Reiseleiterin sagte, dass das untypisch sei. Normalerweise wären die immer pünktlich. Aber wer weiß, was auf den Straßen los sei… wir hatten von Straßensperren gehört… also warteten wir weiterhin ab, zunehmend nervös.

Als auch 10min später vom Shuttle nichts zu sehen war, riefen wir uns ein Taxi, was dann auch problemlos klappte. Kurz nach 8 Uhr waren wir am Flughafen, wir hatten also noch ausreichend Zeit. Ich hatte tatsächlich mit chaotischen Zuständen am Flughafen gerechnet. Schließlich mussten alle Touristen von der Insel runter. Es war aber absolut ruhig. Eigentlich logisch, denn die einzige Airline, die noch flog, war Eurowings (achja, das könnte übrigens Werbung sein. Hatte ich eigentlich erwähnt, dass Lauda uns hat hängen lassen?!? Noch mehr Werbung.).

Beim Check-in bzw. Gepäckaufgabe wurde immer wieder darauf hingewiesen, dass man bitte mindestens 1,50m Abstand zu den anderen Passagieren halten sollte. Ja, das macht Sinn. Aber nicht, wenn man mit all den Leuten später zusammengepfercht im Flugzeug sitzt. Dass es keine Gesundheitskontrollen gab, muss ich vermutlich nicht erwähnen. Gab es nicht. Punkt. Weder auf Mallorca, noch in Deutschland. Zumindest Fiebermessen wäre machbar und sinnvoll gewesen.

 

Jetzt habe ich noch ein paar Tage Urlaub. Mal schauen, wie ich die Zeit verbringe. Und wie es dann nächste Woche weiter geht… Ich war vorhin kurz auf der Arbeit. In der Praxis ist nicht viel zu tun. Die Patienten sagen überwiegend ab, was vor allem für die Risikopatienten auch sinnvoll ist. Den Sicherheitsabstand von 1,50m kann ich während der Behandlung nicht einhalten 😀 Wahrscheinlich werden wir Therapeuten uns in den nächsten Tagen zusammensetzen und besprechen, wie wir weiter vorgehen. Dass jeder nur 2 Tage (oder so) die Woche arbeitet und wir ggf. die Patienten zeitversetzt kommen lassen, sodass möglichst wenig Leute gleichzeitig vor Ort sind.

Ohje, das wird noch ganz schön kompliziert.

 

Ich war dann vorhin noch kurz in der Stadt, ein paar Besorgungen erledigen. Ja, Leute, ich weiß, dass schönes Wetter ist. Und ja! Ihr habt alle frei und eure Kinder gehen euch zu Hause wahrscheinlich tierisch auf die Nerven. Aber müsst ihr alle durch die Stadt laufen??? Rafft ihr eigentlich noch irgendetwas? Geht meinetwegen in den Garten, fahrt raus in die Bauernschaften, lauft durch den Wald. Aber um Himmelswillen, verteilt euch mehr. Haltet Abstand! Und das ist in unserer winzigen Innenstadt nicht möglich.

 

Ich werde gleich mal was für mein Immunsystem tun und eine Runde joggen gehen. Schön irgendwo außerhalb, wo ich keine Leute treffen kann.

Macht das Beste draus und bleibt gesund!

 

 

11 Kommentare zu „Endlich zu Hause

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