„Es wird nicht leichter – du wirst besser.“

Es läuft. Oder besser: Ich laufe. Es geht mal bergab, mal bergauf. Bergauf fällt mir deutlich schwerer. Da schießen meine Pulswerte extrem hoch.

Aber ansonsten geht es ganz gut. Ich bin letztens mal 20km gelaufen. Voll geil! 😍😍😍 Aber die letzten 3km taten weh. Auch das Tempo wird besser. Mittlerweile bleibe ich selbst bei einem langsamen 6er-Pace (zugegeben: sehr langsam 6:55 oder so) im Ga1-Bereich. Vielleicht gibt es doch noch Hoffnung, dass ich irgendwann zur alten Form zurückfinden kann.

Aber mein größter „Hoffnungsfunken“ ist erloschen. Erinnert ihr euch an meine Bekannte, die ich zufällig beim Kölnmarathon traf? Sie hatte vor 10 Jahren eine Lungenembolie und ist sportlich wieder sehr gut in Form. Marathon in 3 Stunden 30min, Siegerin über eine Mitteldistanz beim Triathlon etc. Nicht, dass ich jemals so gut in Form sein könnte… Sie hat mir Mut gemacht, dass alles wieder klappen könnte. Jetzt hat sie erneut eine Lungenembolie gehabt. Scheiße! Das hat mich ziemlich mitgenommen. Im Gegensatz zu mir hat sie allerdings eine genetische Veranlagung zur erhöhten Blutgerinnung.

 

Das war nur eine von vielen schlechten Nachrichten in letzter Zeit. Erst verstarb der Mann einer Laufkollegin an einer schweren Krankheit, dann meine Nachbarin und schließlich ein früherer Patient. Bei dem Ehemann meiner Laufkollegin war bekannt, dass er schwer krank war. Aber das ist eine Familie, die schon so viele Schicksalsschläge durchmachen musste… Meine Nachbarin verstarb sehr überraschend. Sie hatte 10 Wochen im Krankenhaus gelegen und sollte in die Reha entlassen werden.  Der Patient war eher ein langjähriger Patient meines früheren Arbeitskollegen. Ich weiß noch, wie ich ihn das erste Mal in der Praxis sah. Er begrüßte mich mit den Worten: „Sie kenne ich. Sie verkaufen mir auf dem Reitturnier immer den Kaffee!“ 🙂 Seitdem haben wir auf dem Reitturnier auch immer mindestens einen Kaffee zusammengetrunken und über den Sport gefachsimpelt.

 

Überhaupt das Reiten. Auch hier geht es aufwärts. Nachdem mir meine Reitbeteiligung gekündigt wurde, hatte ich nicht mehr so ganz viel Lust am Stall zu sein. Letzte Woche war ich dann mal wieder da, habe mich nach einem neuen Pferd erkundigt. Einen Wallach habe ich schon probereiten dürfen. Das lief ganz gut, wobei ich nicht viel machen konnte, weil mir echt die Kraft und Kondition dafür fehlten. Ja! Reiten ist anstrengend! Ich habe noch die Möglichkeit ein anderes Pferd auszuprobieren. Und dann schaue ich mal, was mir besser gefällt.

 

9 Kommentare zu „„Es wird nicht leichter – du wirst besser.“

  1. Tja, manchmal scheinen sich die schlechten Nachrichten zu häufen. Andererseits stellt man selten fest, dass jetzt mal 3 Monate alles gut war. Nachrichten sei Dank sind wir auf das Negative fixiert. Ich hab da auch noch so Gedankengespenster auf Lager…
    Es ist wie das Wetter, auf ein Hoch folgt ein Tief folgt ein Hoch, vielleicht noch eins, 3 Tiefs, ein H, T, T, H, H, T….
    Aber man (und frau) bleibt man selbst (oder frau), deswegen sollte man sich nicht von anderen lähmen lassen, sondern nach den eigenen Grundsätzen handeln.
    Schön, schon wieder 20km.
    Und Blogbirthday, congrats!

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