Hochzeit 2 von vier und 3 von vier – unspektakulär und abgesagt

Zurzeit komme ich nicht wirklich zum Schreiben, es ist einfach zu viel los. Zu viel Arbeit: das konntet ihr den anderen Beiträgen entnehmen. Zu viel Laufen: jaja, ich habe es wieder getan. Der nächste Marathon ist geplant. Zu viele Dates: Ich werde berichten 🙂

 

Ich bin dieses Jahr auf vier Hochzeiten eingeladen. Nach der ersten Hochzeitsfeier hatte ich mir überlegt euch davon zu erzählen. Sooo, jetzt habe ich die zweite Hochzeit hinter mir und ich weiß gar nicht, was ich davon erzählen soll. Es war total unspektakulär. Trotzdem war es schön. Die Freundin, die geheiratet hatte, kenne ich über das Reiten. Wir „Reitermädels“ waren alle ohne Anhang eingeladen, was ich sehr angenehm fand 😉 Dadurch herrschte auf der Feier allerdings ein relativer Frauenüberschuss.

Wir hatten als Überraschung für die Braut ihr Pferd zur Kirche gebracht, welches schick gemacht – also mit weißer Satteldecke, Bandagen und eingeflochtener Mähne – nach der Trauung auf sie wartete. Ach, das war schön zu sehen, wie die Braut mit Tränen in den Augen ihr Pferd begrüßte. Die Stute hingegen machte große Augen und einen langen Hals: „Kenne ich dich?? Deine Stimme bekommt mir bekannt vor, aber du siehst so anders aus…“

Danach ging es weiter zur Gaststätte (und das Pferd zurück in den Stall). Kaffee, Kuchen, Fotos. Dann Essen, wieder mal klassisch westfälisch, aber als Buffet, somit konnte ich das mir unliebsame Zwiebelfleisch auslassen ohne halb verhungern zu müssen, weil ich auf den nächsten Gang warten musste. Super Sache! Außerdem gab es nur einen Redebeitrag und nur ein Spiel, wodurch sich das Essen nicht ewig in die Länge zog. Wunderbar!

Leider war das Wetter zu gut, zu warm und die meisten Festgäste blieben an der frischen Luft. Getanzt haben überwiegend wir Reitersleute. Das fand ich sehr schade. Doch Braut und Bräutigam waren gut gelaunt und hatten eine schöne Feier. Bis zum Schluss habe ich es dieses Mal nicht ausgehalten. Um 2 Uhr war ich zu Hause.

 

Für die nächste Hochzeit habe ich mich abgemeldet. Lange habe ich hin und her überlegt. Ich kenne nur die Braut und die habe ich seit zwei Jahren nicht mehr gesehen. Ihren Mann kenne ich flüchtig und den Rest der Gesellschaft gar nicht. Erst wollte ich gar nicht zu Hochzeit, genau weil ich niemanden dort kenne. Außerdem müsste ich eine Stunde Fahrt einplanen, ggf. Hotel buchen oder nüchtern bleiben und wieder zurück fahren. Ich war gespannt auf die Hochzeit, denn die Braut heiratet einen Niederländer. Hätte interessant werden können. Mal kein klassisch westfälisches Essen. Mal ganz andere Leute kennenlernen. Aber irgendwie ist es schon komisch, wenn man ganz alleine auf eine Hochzeit kommt, wo man absolut niemand kennt.

Doch dann hatte die Braut bei Facebook Fotos von ihrem Junggesellinnenabschied hochgeladen, zu dem ich nicht einmal eingeladen war (an dem Tag hätte ich eh keine Zeit gehabt, da ich auf da auf der anderen Hochzeit war). Und ich stellte mir die Frage, warum ich zur Hochzeit eingeladen war, aber nicht zum Junggesellinnenabschied. Das wäre doch eine super Möglichkeit gewesen, schon mal die anderen Mädels kennenzulernen, die auch zur Hochzeit eingeladen sind. Ein bisschen enttäuscht war ich schon, zumal die Braut wusste, dass ich etwas unsicher war, weil ich niemanden kannte. Irgendwie fühlte ich mich vergessen, als ich die Fotos vom Junggesellinnenabschied sah. Und genau darum, entschuldigte ich mich bei der Braut und sagte ihr, dass ich nicht zu ihrer Hochzeit kommen würde. Ob sie es verstanden hat, weiß ich nicht. Sie war etwas kurz angebunden…

8 Kommentare zu „Hochzeit 2 von vier und 3 von vier – unspektakulär und abgesagt

  1. der junggesellinnenabschied wird bei uns von der trauzeugin organisert, deswegen kann es abweichungen geben, die von der braut nicht beabsichtigt sind. idealerweise stimmt man sich ab, um einen faux-pas zu vermeiden.

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  2. Ich fand schon immer schwierig, völlig „vereinzelte“ Gäste einzuladen. Egal, ob Hochzeit, Geburtstag oder sonstwas. Wer niemanden oder ggf. nur den Partner sowie mich kennt, hat gegenüber Grüppchen keine Chance – und als wirbelndes Zentrum oder Auge des Partysturms kann ich nicht so integrieren, wie ich es sollte. Von daher verstehe ich die Vorbehalte und die resultierende Absage sehr gut und hätte ohnehin versucht, sowas zu vermeiden.

    Gute Gästelisten sind bei homogenen Gruppen „piece of cake“, bei inhomogenen, für die nur der Gastgeber die Klammer ist, Kunstwerke.

    Meine Hochzeit hatte auch nur eine Vorführung, kein Apiel und zwei Reden. Ist meist auch besser so!

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