Marathon – Nur dabei statt mittendrin

Tja, das war es wohl. Marathonwochenende.

Samstag morgen ging es los nach Hamburg. Ich erspare euch jetzt meinen Tagesablauf 😉

Sonntag morgen wollte ich eigentlich pünktlich am Start sein, meine Trainingskollegen anfeuern. Aber: es regnete. Meine Motivation, mich Richtung S-Bahn zu begeben, sank gegen Null. Den Start des Marathons bewunderte ich im Fernsehen. Die armen Läufer liefen bei Hagel, Kälte und Wind los, kämpften sich durch das Schietwetter, während ich gemütlich auf dem Sofa saß.

Auf dem Handy verfolgte ich meine Freunde bei ihrem Lauf. Alle 5km überquerten sie die Matten, wo der Chip am Schuh eingelesen wurde. Diese Zwischenzeiten wurden im Internet laufend veröffentlicht. So konnte ich ungefähr einschätzen, wo sie sich aufhielten.

Ich war sehr spät dran, als ich mich auf den Weg machte. Ich fuhr nach Ohlsdorf, Kilometerpunkt 31 und hoffte, da noch meine Leute anfeuern zu könnnen. Ich habe sie fast alle gesehen, außer unseren schnellsten Läufer. Den hatte ich um ein paar Minuten verpasst. Die Stimmung in Ohlsdorf war genial. 90Er-Jahre-Musik („I’m blue, dabadee dabadaa…“) und ein super Moderator. Ich bekam Gänsehaut von der tollen Atmosphäre und ich hatte etwas Tränen in den Augen, weil ich nicht mitlaufen konnte. Ich war überrascht, wie gut die meisten Läufer noch aussahen, obwohl sie schon 30km in den Beinen hatten. Und vor allem trotz des Schmuddelwetters.

Dann fuhr ich weiter zum Ziel. Am Meetingpoint traf ich mich mit den Läufern. Alle sind ins Ziel gekommen. Einer deutlich besser als erwartet (fast acht Minuten), und einer schlechter als erhofft (25min langsamer). Aber das ist Marathon. Da kann die Vorbereitung noch so gut gelaufen sein: letztendlich entscheidet die Tagesform, das Wetter, das Frühstück, welches man vielleicht nicht vertragen hat, die falsche Kleidungswahl, oderoderoder.

Morgen habe meinen ersten Physio-Termin. Und danach entscheide ich, wie es mit meiner Läufer-“Karriere“ weitergeht. Pläne hatte ich genug. Fragt sich nur, wie schnell mein Knie wieder fit ist und wie viel dann noch von meiner Form übrig ist 😉

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7 Kommentare zu „Marathon – Nur dabei statt mittendrin

    1. Ich darf nachher ne kleine Runde laufen um zu sehen, ob sich was geändert hat. Werde dazu noch einen Beitrag schreiben. Vor allem auch, weil mein Physio noch was zum Thema Soldat erzählt hat. Die Welt ist so klein….

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      1. Ahh… ok. Dann lasse ich mich mal überraschen, denn obwohl mich auf deinem Blog vornehmlich die aufs Laufen bezogenen Beiträge interessieren, lese ich die übrigen mittlerweile doch auch etwas gespannt mit. 😉

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