Marathon – Doofe Laufwoche

Ich weiß, ich weiß. So manch einer verteufelt mich jetzt wahrscheinlich, weil ich übers Laufen schreibe, obwohl der Gerichtstermin doch viel spannender ist. Aber ich bin die letzten Tage auch gelaufen und das will festgehalten werden. War keine gute Laufwoche. Der Montag war ja schon nicht so doll und es wurde nicht besser.

Mittwoch, 15.03

Soll: Intervalle                   Haben: Matte

Ich hatte es am Montag schon gemerkt: Der rechte Oberschenkel zwickte. Es war nur eine kleine Stelle an der Rückseite, nicht schlimm, aber lästig. Wir drehten am Mittwoch ein paar Runden auf der Aschebahn zum Warmlaufen und bauten dann ein paar 50m-Steigerungen ein. Grr, dieses Zwicken im Bein nervte. Ich bin durchaus leidensfähig. Ich kann unter Schmerzen laufen, aber das ist einfach nicht sinnvoll. Also brach ich das Training ab. Zu Hause ging ich dann auf meine Gymnastikmatte – Dehnübungen und Blackroll.

Donnerstag, 16.03.

Soll: 10km, ruhiges Tempo                      Haben: 1 Stunde

Meine Lauftreff-Kollegen schwächelten mal wieder und so lief ich direkt nach der Arbeit alleine los. Das Wetter war herrlich, keine Wolke am Himmel – und kein GPS-Signal. Auch nach einem Kilometer wollte die Uhr nicht starten. Also habe das Ding einfach ausgeschaltet und bin nur nach Gefühl gelaufen. Seltsam wenn man sonst die totale Kontrolle hat und diesmal überhaupt nicht.

Nach den Dehneinheiten vom Mittwoch merkte ich meinen Oberschenkel diesmal deutlicher, es war wie ein leichter Muskelkater. Beim Laufen wurde es nicht besser, aber auch nicht schlimmer. Muss ich im Auge behalten.

Freitag, 17.03.

Soll: 8km, 5:30er-Pace                Haben: Schlafen

Der zweite Freitagslauf. Und zum zweiten Mal ließ ich ihn ausfallen. Letzte Woche, weil ich mit den Arbeitskollegen im Theater war. Diesmal war ich einfach nur müde. Morgens kam ich schon kaum aus dem Bett. Gut, das ist nicht neues. Aber es wurde im Verlauf des Tages kaum besser. Bei den Lymphdrainagen musste ich fast aufpassen, dass mir die Augen nicht zufielen. Normalerweise hilft Kaffee, doch für den hatte ich absolut keine Zeit, weil so viel zu tun war.

Nachmittags, als ich endlich frei hatte, legte ich mich eine halbe Stunde schlafen, bevor ich zum Pferd fuhr. Letztes Jahr war es für mich kein Problem gewesen erst zu reiten und dann noch schnell die 8km zu laufen. Aber diesen Freitag war ich dazu abends nicht mehr in der Lage. Ich wollte nur noch aufs Sofa, wo ich auch schnell einschlief. Um 22 Uhr wurde ich wieder wach und wechselte zum Bett. Schlief weiter bis 8.00 morgens. War scheinbar nötig gewesen!

Samstag, 18.03.

Soll: 30km, ruhiges Tempo                     Haben: 30,09km, 3 Std 16min (Pace: 6:30) Puls: 160

Der benachbarte Lauftreff hatte zum Traillauf eingeladen. Es sollte eine 21km-Runde geben, der ich und meine Marathonkollegen uns anschließen wollten. Die fehlenden Kilometer wollten wir dann noch dran hängen. Als ich zum Treffpunkt losfuhr prasselte der Regen nur so auf das Autodach. Trotz des Wetters war der Parkplatz voll mit Autos aus allen möglichen Regionen. Tatsächlich hatten sich über 60 Läufer gefunden, die bei dem Wetter in den Wald wollten. Pünktlich zum Startschuss lies der Regen nach. In drei Gruppen aufgeteilt liefen wir in den Wald. Obwohl ich dort regelmäßig unterwegs bin, kannte ich kaum einen der Wege, auf denen wir unterwegs waren. Waren das überhaupt noch Wege? Es ging kreuz und quer durch den Wald, über umgestürzte Bäume, durch Matschlöcher, bergauf, bergab.

Drei Berge liefen wir an. Die Veranstalter hatten netterweise extra Gipfelkreuze für uns aufgestellt. Schon allein wegen der Steigungen kann man weder Pace noch Puls hoch bewerten. Mir persönlich war das Tempo fast zu schnell. Da wo ich war, war in der Regel hinten. Und wenn ich mal in der Mitte der Gruppe lief, dann riss dort auch garantiert der Kontakt nach vorne ab, zumindest bildete sich dort eine größere Lücke. Mir war das irgendwann egal. Spätestens an der nächsten Steigung holte ich die Gruppe wieder ein. Außerdem hatte ich meine Leute, die mit mir hinten blieben. Zwischendurch, meist nach den Steigungen, wurden kurze Gehpausen gemacht, zum Luftschnappen und damit die Schlussläufer (also ich) wieder aufschließen konnten.

Nach 12km kamen wir auf einen Parkplatz, wo der Veranstalter ein Auto abgestellt hatte mit Getränken. Und weiter gings!

Nach 21km verließen wir den Wald und waren an unserem Ausgangspunkt angelangt. Leider Gottes mussten wir Marathonis noch 9km anhängen und jetzt regnete es wieder. Mir lief der Regen in die Augen und somit auch der Schweiß – das brannte ganz schön. Außerdem hatte ich mir eine Blase gelaufen. Das erste mal in meinem Joggerleben. Diese 9km waren unheimlich lang. Meine Beine waren müde, meine Po-Muskulatur war „zu“. Nur den Oberschenkel merkte ich nicht mehr.

Nach fast 4 Stunden (Geh- und Verpflegungspause mit eingerechnet) erreichten wir unsere Autos. 312 Höhenmeter hatte ich auf der Uhr.

Und heute habe ich Muskelkater.

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