Der Pole – Mädelsabend

Ich hörte nichts mehr vom Polen, abgesehen von dem was mir unsere gemeinsamen Freunde erzählten. Hin und wieder erkundigte er sich über mich, was mir sein Arbeitskollege mit breitem Grinsen erzählte. „Ihr würdet ja sooo gut zueinander passen“, sagte er dann immer. Ja, fand ich auch.

Die Monate vergingen, der Pole gratulierte mir auf Facebook zum Geburtstag, später schrieb ich ihm an seinem Geburtstag. Meine Freundin war mittlerweile mit dem Arbeitskollegen zusammengezogen und wir wollten mal wieder einen richtigen Mädelsabend machen. Ich besuchte sie in ihrer Wohnung und wollte dort auch übernachten. Die 60km wollte ich nachts nicht mehr nach Hause fahren – unabhängig vom Alkoholpegel.

Ihr Freund war nicht zu Hause. Er wollte den „freundinfreien“ Abend nutzen um mit seinen Arbeitskollegen loszuziehen. Letzteres erklärte mir meine Freundin mit einem Augenzwinkern. Mir war natürlich klar, wer zu den Arbeitskollegen gehörte. Wir unterhielten uns über die Männer und andere Frauenthemen. Wir tranken Sekt. Und wir wollten tanzen gehen! Also fuhren wir in die Stadt, in einen Club. Es war übrigens derselbe Club, in dem ich ein Jahr zuvor mit dem Polen rumgeknutscht hatte.

Es war eine super Party: die Musik war gut, wir tanzten viel, flirteten hin und wieder, tanzten noch mehr und hatten viel Spaß. Plötzlich guckte meine Freundin total überrascht. Als ich mich umdrehte, stand ihr Freund mit dem Polen und einem weiteren Arbeitskollegen vor uns. Sofort tanzte der Pole mit mir. Er sagte mir, wie schön es sei mich wiederzusehen (hätte er auch früher haben können). Er tanzt übrigens sehr gut und die Partynacht wurde immer besser.

Er erzählte mir, dass er mit dem Rauchen aufhören wollte (wollte er das nicht schon vor einem Jahr?!). Außerdem war er auf der Suche nach einer neuen Arbeitsstelle. Es sei zwar schön die ganze Welt zu bereisen, erzählte er. Aber irgendwann müsse Mann doch mal sesshaft werden. Ja doch, das klang vernünftig.

Am frühen Morgen fuhren wir zurück zur Wohnung. Der Pole kam einfach mit. Ich habe mir nichts dabei gedacht, meine Gastgeber auch nicht. Die Beiden verschwanden in ihrem Schlafzimmer und ich im Gästezimmer. Aus Ermangelung eines weiteren Gästebettes lag der Pole plötzlich neben mir. Das war nicht weiter schlimm, da das Bett breit genug war. Außerdem kuschelten wir uns ganz eng aneinander. Es blieb nicht beim Kuscheln und es war eine wunderbare Nacht 🙂

Morgens gab es erst mal Katerfrühstück. Während ich mit meinen Gastgebern am Tisch saß schlief der Pole noch. Die beiden ließen mich allein, weil sie noch kurz irgendwas erledigen mussten. Auf jeden Fall bekamen sie nicht mit, wie der Pole erwachte. Er setzte sich zu mir aufs Sofa und wir unterhielten uns. „Hast du heute Abend schon was vor?“, fragte er. Mist, ich war schon mit einer anderen Freundin verabredet. Wir wollten die Stadt unsicher machen. Im Grunde wieder ein Mädelsabend wie der vorherige. „Komm doch einfach dazu“, schlug ich ihm vor. Die Idee gefiel ihm und ich sagte ihm noch, in welchen Club wir wollten.

Als unsere Gastgeber zurückkamen fanden sie uns auf dem Sofa sitzend vor in eine Unterhaltung vertieft. Jedoch verabschiedete er sich bald. Er nahm mich kurz in den Arm: „Bis heute Abend.“ Und weg war er. Meine Freundin guckte mich überrascht an. Ich grinste breit.

Kurze Zusammenfassung:

  • Pole
  • Viel auf Montage, sucht aber einen neuen Job
  • Arbeitskollege vom Freund der Freundin
  • Raucher, will aber aufhören
  • Wohnt in einer anderen Stadt, 60km entfernt
  • Sehr guter Küsser 🙂 und auch gut im Bett 🙂
  • Ob das wohl funktionieren kann? Wäre schön!

3 Kommentare zu „Der Pole – Mädelsabend

    1. Wirklich kennenlernen konnte ich ihn ja nicht. Aber er war sehr an mir interessiert, hat nicht nur von sich gesprochen. Ihm schien seine Familie wichtig zu sein, so wie er erzählte. Aber du darfst skeptisch bleiben. Wenn es mit dem Polen ein Happy End gegeben hätte, wäre mir die Soldatengeschichte ja nicht passiert…

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