Marathon – Woche 4

Montag, 30.01.

Soll: 10km, Tempolauf  Haben: 10,79km, 00:59:54 (5:33 Pace), Puls 167

Tempolauf heißt laut Trainingsplan „Marathontempo“, also das Tempo, was ich im Wettkampflaufen will. Wenn mein Ziel sub 4 Stunden bleibt, dann bedeutet das, dass ich für einen Kilometer 5:41min benötigen darf. Aber ich will ja gerne ein wenig schneller sein, also mache ich diese Läufe schneller. Träna meinte, dass ich sie auch insgesamt länger machen soll, das wird mir aber zu viel. Ich bin nach dem Training sowieso erst gegen 21 Uhr zu Hause, wenn ich die Läufe länger machen soll, wird es ja noch später…

Bei nasskaltem Wetter lief ich mit meiner Laufgruppe los. Zum Glück regnete es im Vergleich zum Morgen kaum noch. Zum Glück auch deswegen, weil ich keine gescheite und regendichte Laufjacke besitze (Memo an mich selbst: kaufen!). Abends nieselte es nur noch ein wenig. Ich hatte ziemlich schwere Beine, das Laufen fiel mir nicht leicht. Die Waden fühlten sich zu kurz an. Ich sollte mich deutlich mehr dehnen! Nach etwa 4km wurde es besser. Die Atmung war okay, ich konnte mich gut unterhalten. Na, so langsam scheint sich mein Körper an die Geschwindigkeit zu gewöhnen.

 

Mittwoch, 01.02.

Soll: Intervalle   Haben: 4x600m

Ich habe mir eine neue Laufjacke gekauft. Für mich Discount-Läufer war das Teil verdammt teuer, obwohl es rabattiert war. Und wie der Zufall es so will: Abends regnete es natürlich nicht. So ging es bei trockenem Wetter auf die matschige Aschebahn, denn die Tage zuvor hatte es geregnet. Ich wollte 600m-Intervalle laufen, wollte mich mal so richtig schön quälen. Ist mir gelungen! 4x600m mit jeweils 200m Pause. Ich hatte erst an 300m Pause gedacht, da mein Puls aber überraschend schnell sank, verkürzte ich die Pause auf 200m. Das war auch einfacher zum Laufen: Anderthalb Runden Tempo und dreiviertel Runde Pause – da hätte ich ja tatsächlich nachdenken müssen beim Laufen. Und so lief ich nur eine halbe Runde (200m) langsam, also hatte ich den Start für den Tempolauf immer an der selben Stelle 😀

Wer schnell sein will, muss Leiden!

Qualität kommt von Qual!

Schmerz ist unvermeidlich – Leiden ist eine Option!

 

Donnerstag, 02.02.

Soll: 10km, ruhiges Tempo          Haben: 10,77km, 1:05:53 (Pace 6:07), Puls: 152

Es war wieder trocken, beinahe frühlingshaft. Meine neue Jacke kam wieder nicht zum Einsatz. Zu zweit trabten wir abends los. Meine „Mitläuferin“ hat einen ganz anderen Laufstil als ich, eher trippelig. Gefühlt machte sie drei Schritte wenn ich einen machte. Aaah, sowas macht mich verrückt und automatisch versuchte ich mich ihrem Rhythmus anzupassen. Blöd, aber ich konnte nicht anders. Wir fanden unser Tempo, was wir gleichmäßig hielten, sodass wir uns gut unterhalten konnten. Ich guckte nicht oft auf die Uhr, aber es überraschte mich nicht, als ich sah, dass wir eine Idee zu schnell und mein Puls zu hoch war. Aber es hat Spaß gemacht!

 

Sonntag, 05.02.

Soll: 18km, ruhiges Tempo          Haben: 21,91km, 2:19:54 (Pace 6:23), Puls: 147

7° und Sonne. Das Wetter war super. Ich lief los und musste mein Tempo immer wieder bremsen, damit der Puls nicht zu hoch ging. Aber meine Beine wollten laufen – der Puls sollte jedoch joggen. Ihr erinnert euch? Die böse Joggergrenze 😉 Das ist aktuell der Runninggag im Lauftreff.

Ich hatte eine super Laune. Die Sonne schien, meine Beine liefen wie von selbst, die Atmung kam passend mit, die Musik vom Mp3-Player war gut. Das Schöne an den langen Läufen ist, dass ich mir keine Gedanken über die Strecke machen muss. Einfach loslaufen und schauen, wo ich rauskomme. Ich musste nur im passenden Moment umdrehen und den Nachhauseweg finden. Und so fing ich nach 10km an nach Straßenschildern Ausschau zu halten. Ich lief über Wege, die ich noch nie gesehen hatte. Ein paar Mal landete ich in Sackgassen – egal, irgendwie muss man ja auf seine 18km kommen. Dann war ich auf dem Heimweg und mir machte das Laufen/Joggen so viel Spaß, dass ich noch gar nicht nach Hause wollte. Und so drehte ich noch eine extra Schleife 🙂

Blöderweise fingen gegen Ende des Laufs die Innenseiten meiner Oberschenkel an zu brennen. Ich lief mir tatsächlich einen Wolf! Zum Glück waren es keine großen Scheuerstellen, aber die Haut war deutlich gerötet und gereizt. Dank Wund- und Heilsalbe merke ich jetzt nicht mehr viel davon. Dennoch das Memo an mich selbst: Vaseline raussuchen.

4 Kommentare zu „Marathon – Woche 4

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