Peter – Einmal ist kein Mal

Ich habe mir in den letzten Tagen ein bisschen Gedanken gemacht, was ich hier weiterhin schreiben soll. Bis es was Neues vom Soldaten gibt, werden ja noch ein paar Wochen vergehen. Es sei denn, er meldet sich zwischendurch mal bei mir – oder sonstiges. Mir ist übrigens aufgefallen, dass er aus der Gruppe „Geile Mädels suchen geile Jungs“ ausgetreten ist. Zufall? Oder liest er hier doch mit?! Er ist noch Mitglied in einer Verkaufsgruppe für gebrauchte PKW. Wozu eigentlich? Er hat ja doch keinen Führerschein. Böse Zungen (also meine) vermuteten schon, dass er heimlich das Auto seiner Liebsten verscherbeln will um an Geld zu kommen. Ich sehe ihn schon total geschockt vor Ella stehen: „Schaaatz, es ist was Schreckliches passiert: dein Auto wurde gestohlen!“

Aber eigentlich wollte ich hier von einer anderen meiner Liebschaften erzählen: Peter, der eigentlich gar nicht Peter heißt. Aber sein Vorname ist meinem Nachnamen so ähnlich… vorausgesetzt ich hieße Peters, dann würde es passen. Oder Christian/Christiansen, Thomas/Thomaski etc. Wenn Peter wüsste, dass ich ihn Peter getauft hätte, er würde mir vermutlich den Hals umdrehen, ist er doch so stolz auf seinen ungewöhnlichen Vornamen. Ich hätte ihn auch „Der Installateur“ nennen können, oder „Das Arschloch“, immerhin habe ich die offizielle Erlaubnis ihn als solches zu bezeichnen. Aber im Vergleich zum Soldaten ist er ein harmloses Schäfchen.

Peter war schlussendlich der Auslöser für die Trennung vom Betriebswirt. Achtung: bitte nicht Ursache und Auslöser verwechseln! Ich setzte die Geschichte als bekannt voraus 😀 Somit spare ich mir das Kapitel „Wie alles begann“. Peter ist übrigens absolut nicht mein Typ: sicherlich keine Schönheit, nicht mal besonders attraktiv, normale Figur, aber einen leicht gefährlichen Blick. Letzteres gefällt mir bei Männern einfach. Außerdem ist er jemand, dem die Meinung anderer egal ist, der sagt, was er denkt. Das ist eine Eigenschaft, die ich sehr schätze, auch wenn es von Zeit zu Zeit weh tun kann ganz unverblümt die Meinung gesagt zu bekommen.

Nach der Trennung vom Betriebswirt traf ich Peter auf einer Party wieder. Wir unterhielten uns, tranken, lachten und letztendlich fuhr ich nachts mit zu ihm. Einmal ist kein Mal! Wir blieben danach lose in Kontakt. Außerdem hatte ich meinen Ohrring bei ihm verloren (ich schwöre: das war keine Absicht!), den ich ein paar Wochen später abholte. Aus zwei Mal wird schnell drei Mal! Und so entwickelte sich daraus eine Art Affäre.

Ich muss dazu sagen, dass ich bis dahin wirklich brav war – also bevor ich Peter kennen lernte. Wenn ich länger ausblieb, sagte ich meinen Eltern Bescheid. Unangekündigt blieb ich nicht von zu Hause fern. Das änderte sich schlagartig mit Peter. Ich konnte ja schlecht nachts bei meinen Eltern anrufen und sagen: „Sorry, dass ich um 4 Uhr nachts anrufe, aber ich komme heute Nacht nicht heim, weil ich mich noch von Peter durchvögeln lassen will.“ Ähm ja, nicht die beste Idee. Meine Eltern, vor allem meine Mutter, mussten sich damit abfinden, dass sie nicht immer wussten, wo ich war.

Im Grunde hat Peter mich gelehrt, ein weniger spießig zu sein und mir weniger Gedanken darüber zu machen, was andere von mir denken.

2 Kommentare zu „Peter – Einmal ist kein Mal

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